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Nistkästen bauen

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Nistkästen selber bauen


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nleitungen zum Eigenbau von Nistkästen könnt ihr hier auf dieser Seite finden.
Vielleicht wollt ihr ja auch jemand anderen überraschen und die passende Lektüre verschenken. Verschiedene Naturschutzorganisationen haben einen
Shop, wo ihr Bücher für den Selbstbau findet. Auch in Buchläden wird man meist fündig werden.

Ihr solltet euch vorab schon mal überlegen, wen ihr mit euren Nistkasten denn anlocken wollt. Da die Vogelwelt eine wunderbare Artenvielfalt aufweist, sind auch die Nistgewohnheiten völlig unterschiedlich und müssen beim Bau eines Nistkastens berücksichtigt werden.

Höhlenbrüter, wie Meisen oder Sperlinge, bevorzugen ein geschlossenes System. Beim Bau entsprechender Nistkästen sollte dann z.B. auf die richtige Größe des Einfluglochs geachtet werden.

Die Faustregel lautet:


Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Sumpfmeise, Weidenmeise ca. 2,6 - 2,8 cm ø
Kohlmeise, Kleiber (kann auch etwas größer sein), ca. 3,2 cm ø
Trauerschnäpper, Haussperling, Feldsperling ca. 3,5 cm ø
Star 4,5 cm ø
Gartenrotschwanz (ovales Loch): ca. 4,8 cm hoch, 3,2 cm breit

Andere Vogelarten, wie z.B. das Rotkehlchen, der Grauschnäpper, der Hausrotschwanz, die Bachstelze oder der winzige Zaunkönig nehmen dagegen offene Nisthilfen (Halb- oder Dreiviertelhöhlen) an.

Hier findet ihr die große Nistkastensammlung von Wolfgang Schlegel, darunter sind einige Kuriositäten.

Hinsichtlich der Ausrichtung eines Nistkastens geben viele Fachbücher den Rat, den Nistkasten mit der Öffnung nach Osten auszurichten. Das wäre zwar optimal, ist aber nicht immer umsetzbar. Wir haben die Erfahrung gemacht, besonders bei "knappem Wohnraum", dass die Himmelsrichtung beim Anbringen des Nistkastens für die Vögel nicht der entscheidende Faktor ist.

Ihr müsst allerdings unbedingt darauf achten, dass der Nistkasten nicht der direkten Sonne ausgesetzt ist, sonst dürfte es für die Küken/Jungvögel ein böses Erwachen geben (oder keines mehr). Möglicherweise kann schon ein zusätzliches "Sonnendach", das mit einem ausreichenden Zwischenraum über dem Nistkasten angebracht ist, ein Hitzestau im Inneren des Nistkastens verhindern.

Günstig ist es, den Nistkasten schon im späten Winter oder dem beginnenden Frühling, anzubringen.
Zu dieser Zeit startet bei dem Federvieh schon die Vorbereitung zur Familienplanung. Solltet ihr zu spät aus dem Bett kommen und es ist plötzlich schon Sommer - macht nix - nach dem Motto "lieber spät als nie" ran mit dem Kasten! Die Vögel haben dadurch die Möglichkeit einer Vorabbesichtigung für die Brut im nächsten Jahr oder möglicherweise auch eine Winterschlafstätte. Und wenn alles nicht hilft......warten auf das (über)nächste Jahr!

Hier die Bauanleitung des blau-weißen Nistkastens. Wir schätzen diese Nestbox deswegen, weil sie unproblematisch zu öffnen und durch die herausnehmbare Front sehr leicht zureinigen ist. Der Bau einer solchen Nestbox ist einfach und geht schnell. Zum Reinigen haben wir den Kasten einfach mit sehr heißem Wasser und einer Bürste geschrubbt. Danach lag er zwei, drei Tage zum Trocknen in der Wohnung und wurde (wahrscheinlich) ungezieferfrei wieder angebracht.


Wenn ihr euch entschieden habt, welches Modell ihr denn anfertigen wollt, dann kann’s jetzt ja losgehen.
Was wird für den Bau der Nisthilfe benötigt?

Aus dem Baumarkt haben wir Fichtenholz besorgt, das gibt's fast überall in Baumärkten.
Kleiner Tipp für die ganz Eiligen:
Mancher Baumarkt schneidet das Holz kostenlos zu, wenn es eine gewisse Größe nicht unterschreitet.

NABU-Nistkästen

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Man braucht:


· ein wenig Zeit und Geduld
· Holz aus einem Baumarkt, z.B. Fichtenholz
· passendes Werkzeug wie : Maßband oder Zollstock, etwas Gerades zum Linien ziehen,
· Radiergummi,
· eine Säge,
· Feile und Schleifpapier. Außerdem sollte auch griffbereit ein Kästchen mit
· Nägeln oder Schrauben vorhanden sein (wir bevorzugen Schrauben, dadurch kann man den Kasten zum
Reinigen nach der Brutzeit besser öffnen),
· einen Hammer, bzw.
· einen Schraubendreher,
· Bohrmaschine mit
· Bohrern der Größen 4 bis 6,
· einen Kreissägeaufsatz für die Bohrmaschine, damit ihr das Einflugsloch aussägen, bzw. ausbohren könnt.
· ein wenig Holzleim und eventuell paar
Zwingen.
· Dann noch einen "Notfallkoffer" mit Pflaster und Verbandsmaterial ;-), falls mal etwas daneben geht.

Keine Angst vor den Komma - Zahlen, notfalls mit Schmackes etwas abschmirgeln, falls die Tür beim Einsetzen ein wenig zickt.
Die Stärke des Holzes für die beiden Frontblenden und den Mittelgriff ist letztendlich nicht von großer Bedeutung, wir haben Restholz von anderen Bastelarbeiten dafür benutzt. Es sollte nicht zu dünn sein, aber braucht auch keine 2 cm dick sein. Unser Vorschlag lautet "Pi mal Daumen": 1 cm starkes Holz.
Die Lochgröße ist, wie ihr schon wisst, für die verschiedenen Vogelarten unterschiedlich, deshalb gibt's hier auch keine feste Angabe darüber. Sucht euch die passende Lochgröße für euer Vorhaben aus. "Abflußlöcher" sollte der Boden der Kästen auch haben. Dafür reichen 4-5 Löcher mit Bohrergröße 5.


Da der Kasten Wind und Wetter ausgesetzt ist, kann es passieren, dass sich das Holz verzieht und die Front nach einer Weile klemmt. Dann muss halt wieder das Schleifpapier herhalten, bis sie wieder reibungslos abnehmbar ist. Durch diese Erfahrung werden wir dieses Nistkastenmodell beim nächsten Bau auch nicht mehr lackieren, sondern ölen.
Solltet ihr die Nestbox anmalen wollen, wäre ein umweltfreundlicher "sabberfester" Acryllack zu empfehlen. Um den fertigen Nistkasten wetterfest zu machen, kann man ihn auch mit Speiseöl bestreichen.
Besonders eignen sich Leinöl (kurze Trocknungszeit), Nussöl, Distelöl oder
Sonnenblumenöl (lange Trocknungszeit).


Ungeeignet zur natürlichen Holzimprägnierung ist das Olivenöl, da es nicht austrocknet. Hier sei an dieser Stelle noch vermerkt, das Öl dünn aufstreichen (keine Pfützen) ein paar Tage trocknen lassen und gegebenenfalls mehrmals streichen/trocknen lassen. Bei Leinöl besteht die Gefahr, dass sich Pinsel/Lappen entzünden können, wenn sie lange an der Luft liegen, deshalb solltet ihr darauf achten, die Dinge sofort nach dem Gebrauch zu reinigen.

Momentan können wir euch folgende NABU-Bauanleitungen empfehlen, die alle als PDF-Datei zum Runterladen auf euch warten:

Alle eben aufgeführten Arten von Nistkästen haben wir erfolgreich nachgebaut, die Mieter zogen kurze Zeit nach Anbringung der Kästen ein und unsere Belohnung bestand aus vielen erfolgreichen Aufzuchten in a l l e n Nistgelegenheiten, die wir ihnen angeboten hatten. Allerdings haben wir die (als Word Dokument zum runterladen 240 kb) Bauanleitung von W. Kreibich (Naturschutzprojekt Halle-Seeben) für die Schwalben benutzt.

Die Anleitungen zum Bau der Hütten für Baumläufer und Mauersegler könnt ihr hier erhalten. Wer noch etwas für verschiedene Greifvögel herrichten möchte, ist für Schleiereulen hier an der richtigen Adresse, der Turmfalke bevorzugt dagegen ein etwas anderes Domizil. Da gewisse Tauben, wie z.B. die Hohltaube, oder auch Dohlen, gerne auf Nisthilfen zurückgreifen, kann es sein, dass statt des erhofften Mieters, dann jemand anderes dort brütet.

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